Projekt-Update / August 2015

"Ideen muss man haben"

Seit nunmehr 10 Jahren arbeite ich daran, meine Produkte durch Ausstellungen bekannt zu machen. Und das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Meine Feuerprodukte haben mittlerweile einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erreicht, und das längst über Deutschlands Grenzen hinaus. Grundsätzlich macht es mir Spaß, meine Produkte auf Ausstellungen unterschiedlichster Art zu präsentieren. Da meine Produkte eine lange Lebensdauer aufweisen, kann ich viel Lob von zufriedenen Kunden entgegennehmen, und das auch Jahre nach einem Kauf. (Kunden-Feedback-Mails gibt es in einem der folgenden Monatsbeiträge). Und wenn wirklich mal ein Ersatzteil benötigt wird, kann das in der Regel problemlos geliefert werden.

Oft halten staunende Ausstellungsbesucher an meinem Stand inne. Die Frage, ob ich mir das selbst ausgedacht habe, beantworte ich wahrheitsgetreu mit einem "Ja". Und was glaubt Ihr, welcher Text zu 99,8 % darauf folgt? "Ideen muss man haben." Gewiss nehme ich diese Feststellung als nett gemeintes Kompliment gerne entgegen. Viel mehr kann man vielleicht im ersten Moment auch gar nicht sagen und manchmal entsteht daraus ein interessantes Gespräch. Aber Yoh, ohne Ideen geht in meinem Job gar nichts. Sie sind sozusagen die Basis, der Anfang allen kreativen Schaffens. Aber eben nur der Anfang. Leben konnte man vom Ideen-Haben noch zu keiner Zeit - auch heute nicht. Wenn man als freiberuflicher Designer Ideen entwickelt, bezahlt das kein anderer als man selbst. Das Geld dafür erarbeite ich hauptsächlich durch Ausstellungen.

Nun ist es so, dass eine Ausstellung immer eine recht große logistische Herausforderung über mehrere Tage ist. Sieht so aus:

Zunächst muss entschieden werden, was mitzunehmen ist. Werbematerial zusammenstellen, Bürokram prüfen (Bestellformulare, Preislisten, Tageseinnahmenliste...), Mietwagen abholen. Alles muss geladen werden. Auf der Ausstellung ausladen und dekorieren, nach der Ausstellung fast alles wieder einladen, im Atelier wieder ausladen und entsprechend einlagern. Darüber vergehen Tage.

Längst nicht jede Ausstellung verläuft direkt erfolgreich. Mitunter erfolgt ein Nachgeschäft erst Jahre später -  immerhin aber der beste Beweis, dass meine Produkte, einmal gesehen, im Kopf bleiben.

Das alles klingt halbwegs erfolgreich. Da aber alle Produkte (siehe letztes Foto) der Kundenzufriedenheit wegen lieferbereit sein müssen, ist ein solch hoher Betrag an gebundenem Kapital nötig, dass alle Einnahmen immer nur für die Reinvestition und zum Abdecken laufender Kosten reichen.

Lohnenswerter wäre sicher ein rundlaufender Versandhandel. Mitunter kann das schon mal so aussehen:

Noch die Ausnahme, aber etwa so müsste mein Geschäft in der Zukunft kontinuierlich aussehen, damit das nötige Geld für das Entwickeln neuer Ideen bereit stünde. Beim Versandhandelsgeschäft gibt es sicher auch Termindruck, doch anders als bei Ausstellungen kann man hier durch das Einstellen von Mitarbeitern zu mehreren Personen arbeiten, oder die Verpackung als Lohnauftrag herausgeben. Notfalls arbeite ich mal eine Nacht durch. Ausstellungen hingegen bedeuten immer feste Termine, die es einzuhalten gilt. Wie ich es auch drehe und wende. Bei aller Anstrengung erreiche ich das nötige Kapital für den ersehnten Geschäftsrundlauf nicht.

Crowdfunding ist daher für mich die einzige Alternative um meine Ziele zu erreichen.

Genug von der Arbeit und dem nicht vorhandenen Geld und der fehlenden Zeit. Es ist Sommer und ich hatte im letzten Monatsbeitrag angekündigt, einmal zu zeigen, wie meine Produkte auf Ausstellungen wirken. Der Eine oder Andere von euch hat diese so noch nicht gesehen. Hier also einige Ausstellungsimpressionen:

Falls die Video-Clips nicht angezeigt werden, hier nochmal die Links:
Ausstellungsimpressionen_1: youtu.be/Vim9prZ70m4
Ausstellungsimpressionen_3: youtu.be/m_df_ZD7mh4
Ausstellungsimpressionen_2: youtu.be/erEamdHRpLA  

Platzsparend

Natürlich werde ich Ausstellungen, die sich in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen haben, weiterhin durchführen. Gerne können die Sachen direkt auf Ausstellungen gekauft werden. Das Argument, die Sachen nicht kaufen zu können, weil mit dem falschen bzw. einem zu kleinen Auto da, zieht nicht. :-) Schaut mal:

Der Feuerkelch "Helios" 80 cm samt Aschetrichter (unter dem demontierten Kelch liegend) im Kofferraum eines "Triumph TR4". Die Tasche links im Bild sowie diverse Flüssigkeitsbehälter (unten rechts) konnten problemlos zugeladen werden.

Der Feuerkelch "Helios" 98 cm (mit montiertem Aschetrichter) kann mit einem  "VW-Käfer" abgeholt werden, ohne das Reserverad zurück lassen zu müssen. :-)

Wie auch immer - die Produkte gibt es im Rahmen meiner Crowdfunding-Kampagne in Form der "Dankeschöns" am günstigsten.

Also, dran bleiben!